How to eat blueberry pie
2024, Raum Installation, Größe variabel
„Kitsch ist die absolute Verneinung der Scheiße; im wörtlichen wie im übertragenen Sinne: Kitsch schließt alles aus seinem Blickwinkel aus, was an der menschlichen Existenz im Wesentlichen unannehmbar ist.“ So definiert Milan Kundera den Kitsch in seinem Roman ‚Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins‘. Dennoch fügt er hinzu: „Wir können ihn noch so verabscheuen, der Kitsch gehört nun einmal zum menschlichen Dasein.“
Wenn das Leben, die Kunst und die Welt vom Kitsch beherrscht werden, was ist dann der Sinn der menschlichen Existenz? Lohnt sich der Versuch, den Schleier des Kitsches zu lüften?
Für die Künstlerin ist die Reflexion darüber, wie das Gewicht des Kitsches auszubalanzieren ist, der Kern des menschlichen Daseins und des Optimismus, was sie durch die Suche nach einem Blueberry Pie erzählt.
Alle Objekte, einschließlich einer dominierenden blauen Kuchenplatte, erscheinen auf den ersten Blick intuitiv, verzichten jedoch in ihrer Form und Komposition auf absolute Kategorien. Zerbrochene oder sich bewegende Koffer, herumliegende Butterstücke, platzende Wassertropfen, schwebende Bussitze, wartendes Katzenfutter – diese Alltagsgegenstände schweben zwischen Realität und Fantasie. Die Regeln und Zwecke der Objekte verschwinden, sie werden vergrößert, verkleinert, personifiziert und schließlich zerstört. In dem ständigen Prozess von Dekonstruktion und Rekonstruktion wird alles unendlich leicht und damit sinnlos.
Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht ein langsamer Spaziergang durch diese nihilistischen und leeren Szenen auf der Suche nach dem versteckten Blueberry Pie. Nichts wird dabei direkt angesprochen oder definiert. Letztendlich wählt die Künstlerin eine narrative Form mit theatralischem Charakter, um diese Thematik anzudeuten, und konzentriert sich darauf, Luft sogar in die leeren Räume zwischen den Objekten einströmen zu lassen.
Für die Künstlerin ist die Reflexion darüber, wie das Gewicht des Kitsches auszubalanzieren ist, der Kern des menschlichen Daseins und des Optimismus, was sie durch die Suche nach einem Blueberry Pie erzählt.
Alle Objekte, einschließlich einer dominierenden blauen Kuchenplatte, erscheinen auf den ersten Blick intuitiv, verzichten jedoch in ihrer Form und Komposition auf absolute Kategorien. Zerbrochene oder sich bewegende Koffer, herumliegende Butterstücke, platzende Wassertropfen, schwebende Bussitze, wartendes Katzenfutter – diese Alltagsgegenstände schweben zwischen Realität und Fantasie. Die Regeln und Zwecke der Objekte verschwinden, sie werden vergrößert, verkleinert, personifiziert und schließlich zerstört. In dem ständigen Prozess von Dekonstruktion und Rekonstruktion wird alles unendlich leicht und damit sinnlos.
Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht ein langsamer Spaziergang durch diese nihilistischen und leeren Szenen auf der Suche nach dem versteckten Blueberry Pie. Nichts wird dabei direkt angesprochen oder definiert. Letztendlich wählt die Künstlerin eine narrative Form mit theatralischem Charakter, um diese Thematik anzudeuten, und konzentriert sich darauf, Luft sogar in die leeren Räume zwischen den Objekten einströmen zu lassen.
Ausstellung:
Diplom Ausstellung und Präsentation, Weißes Haus, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Halle
23 - 25.April.2024
Mentor:innen:
Prof. Karsten Födinger
Cornelia Weihe
Prof. Dr. Nike Bätzner
Brillante Scheiße!, Mixed Media, Größe variabel
Blueberry Pie, Holz, Styropor, Pappmaché, Xyrarock, Spachtelmasse, Lack , 120x145x145cm