Die kleine südkoreanische Insel Heuksando, auf der Hanbyeol Mun geboren wurde und ihre Kindheit verbrachte, bildet den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Mit ihrer künstlerischen Praxis „Becoming Island“ entwickelt sie eine Weise, sich selbst, anderen und der Welt zu begegnen.
In ihren Skulpturen verwandeln sich alltägliche Materialien in Fragmente einer Landschaft. Die kleinen Elemente, die sie als „Bausätze“ bezeichnet, stützen sich gegenseitig und fügen sich zu größeren skulpturalen Formen zusammen. Wie eine Insel im ständigen Wandel bleiben diese Gefüge beweglich – sie können sich erweitern, neu ordnen und wieder zerstreuen.
Dabei erscheint Form nicht als ein fester Zustand, sondern als etwas, das sich durch Begegnungen, Veränderungen und Wechselwirkungen immer wieder neu bildet. Darin zeigt sich eine Auseinandersetzung mit einer Form des Daseins zwischen Stabilität und Wandel, zwischen Ordnung und Ungewissheit.