Meine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Skulptur, Installation, Malerei, Video, Collage und Text. Im Zentrum meiner Arbeit steht das Spannungsverhältnis zwischen dem menschlichen Verlangen nach Ordnung, Orientierung und Bedeutung und einer Wirklichkeit, die sich diesen Ansprüchen immer wieder entzieht.
Ausgangspunkt meiner aktuellen Arbeit ist Heuksando, eine kleine südkoreanische Insel und der Ort meiner Herkunft und Familiengeschichte. Die Erfahrung dieses Ortes, geprägt von Wandel, Zufall und Unkontrollierbarkeit, führt zum Konzept des „Insel-Werdens“: einer Form des Daseins, die sich unter wechselnden Bedingungen immer wieder neu formiert.
In meinen Arbeiten werden gefundene Alltagsgegenstände, persönliche Bilder und selbst hergestellte Formen zerlegt, verändert und lose miteinander verbunden. Dinge können dabei ihre ursprüngliche Funktion verlieren und als Körper, organische Formen oder Landschaften erscheinen. So verschieben sich die Grenzen zwischen Natur und Artefakt, Vertrautem und Fremdem, Erinnerung und Gegenwart.